Ein Käse, so dunkel wie die Nacht: Der Bischofszeller Nachtwächter trägt eine dunkle Rinde und auf dem gelben Etikett die Silhouette eines Nachtwächters mit Hellebarde und Laterne. Er ist eine Hommage an die Nachtwächter der Thurgauer Altstadt Bischofszell, die dort bis 1940 ihren Dienst taten.
Rohmilch und altes Handwerk
Entwickelt hat ihn Käser Hans Eberle 2006 in seiner Käserei in Oberegg bei Bischofszell. Heute führt Sohn Johannes den Familienbetrieb, zu dem auch die Käserei Muolen gehört. Der Nachtwächter ist ein reiner Rohmilchkäse aus der Milch silofrei gefütterter Kühe. Dickgelegt wird sie mit Fettsirten-Magenlab, einem traditionellen tierischen Lab, das die Eberles selbst ansetzen. Während der Reifung wird die Rinde immer wieder mit Rotwein und einer speziellen Rotweinhefe behandelt, deren Kulturen die Käserei selbst herstellt. Daher kommt die dunkle Farbe. Die Käserei gibt ihn ab etwa acht Monaten frei, unser Laib ist laut Lieferant neun bis zwölf Monate gereift.
So schmeckt er
Der Teig ist zart gelblich und fest. Im Geschmack ist der Nachtwächter würzig und aromatisch, mit einer traubigen Note, die an einen kräftigen Rotwein erinnert. Mit mindestens 52 Prozent Fett in der Trockenmasse ist er ein vollfetter Hartkäse. Die Rinde ist nicht zum Verzehr geeignet. Wichtig für Allergiker: Durch die Rotwein-Behandlung der Rinde enthält der Käse Sulfite.
So servierst du ihn
Laut Käserei passt er nicht nur zu Wein, sondern auch zu Bier und Most, zum Zvieri ebenso wie zum Dessert. Probier ihn in dünnen Scheiben mit Feigen-Balsamico-Chutney, Pecannüssen in Honig und Trauben-Nuss-Brot. Im Glas passt ein kräftiger Rotwein. Nimm ihn etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren aus dem Kühlschrank, dann kommt sein Aroma besser zur Geltung. Zu Hause bleibt er in Käsepapier im Gemüsefach am längsten frisch.
Nur bei uns an der Theke
Frische Thekenware verschicken wir nicht. Den Bischofszeller Nachtwächter bekommst du nur bei uns im Laden in Kelkheim. Komm vorbei, wir beraten dich gern.