Die kleine, goldgelbe Mirabelle ist eng mit Lothringen verbunden, und genau von dort holt Hubertus Vallendar die Früchte für seinen Mirabellenbrand. Die Mirabellen stammen aus dem Gebiet um die Stadt Nancy, wo sie seit dem 15. Jahrhundert kultiviert werden. In der Brennerei in Kail an der Mosel entsteht daraus ein klarer Edelbrand mit 40 % vol.
Im Glas
In der Nase zeigt er sich steinbetont und nussig, mit einer grasig-grünen, würzig-herben Note und einem Anklang von Vogelbeere. Am Gaumen kommt intensive Pflaumenfrucht, begleitet von Steinobstsüße und zarter Bittermandel. Er ist kräftig und ursprünglich, mit bitterer Würze und viel Steinobst im Abgang.
Herstellung & Herkunft
Die Mirabellen reifen von Mitte August bis Anfang September. Gebrannt werden sie in der Linie „Das Original“, gereift wird ohne Holzfass, damit die reine Frucht im Vordergrund bleibt. Beim World Spirits Award erhielt der Mirabellenbrand 2023 eine Goldmedaille mit 93,0 von 100 Punkten. Die Brennerei Hubertus Vallendar trägt dort seit 2005 den Titel „World Class Distillery“ und verarbeitet jedes Jahr über 400 Tonnen Früchte.
Wer die Brennerei in Kail besucht, verkostet in der Destithek, einer Erlebnisdestillerie mit klaren Linien und naturbelassenem Kirschbaumholz. Dort steht die ganze Palette aus Bränden, Geisten, Likören, Gin und Whisky zum Probieren bereit.
Genuss
Schenk ihn bei 16 bis 18 °C in ein Tulpenglas. Hubertus Vallendar empfiehlt ihn zu Carré de l’Est, einem Weichkäse aus Lothringen, und zu weißer Schokolade mit Safran und Curry. Damit ist er ein schöner Begleiter für die Käseplatte nach dem Hauptgang oder für ein Stück feine Schokolade zum Kaffee. Bewahre die Flasche stehend, kühl und dunkel auf, so bleibt das Aroma auch nach dem Öffnen lange erhalten.