Sauternes gehört zu den großen Süßweinen der Welt, und Château Haut-Bergeron ist das Aushängeschild der Familie Lamothe in Preignac. Seit 1820 arbeitet sie hier, heute in neunter Generation, und einige ihrer Parzellen grenzen an das berühmte Château d'Yquem. Ein Wein für besondere Momente, vom Aperitif bis zum Käsegang.
Im Glas
Er leuchtet goldgelb. Seit den 2000er-Jahren sucht das Weingut bewusst die Balance aus Intensität, Frucht, Frische und Länge: Die Süße steht nicht allein, sie wird von Frische getragen. Jung getrunken zeigt Haut-Bergeron nach Angaben des Hauses die größte aromatische Vielfalt.
Weingut & Herkunft
Der Wein besteht zu 80 bis 90 % aus Sémillon, ergänzt durch 10 bis 20 % Sauvignon. Die Reben sind im Schnitt 60 Jahre alt und wachsen zu zwei Dritteln auf sandigem Ton über Tonuntergrund, zu einem Drittel auf tonig-kalkigen Böden über Felsplatten. Gelesen wird von Hand in drei bis sechs Durchgängen, der Ertrag liegt bei nur 10 bis 12 Hektolitern je Hektar. Der Wein gärt in Eichenfässern, die Hälfte davon neu, und reift je nach Jahrgang 18 bis 22 Monate. Seit 1926 füllt das Château selbst ab. Pro Jahr entstehen rund 30.000 Flaschen, in manchen Jahrgängen verzichtet das Haus ganz auf einen Haut-Bergeron.
Dazu passt
Das Weingut setzt auf den Kontrast von salzig und süß: zum Aperitif mit Toast und Foie gras, zu Roquefort und anderen kräftigen Käsen oder zu feiner Wurst. Auch zu hellem Fleisch, zu nicht zu süßen Desserts und sogar zu sehr würziger Küche passt er. Unser Tipp: eine Käseplatte mit Blauschimmelkäse und Feigen-Balsamico-Chutney.
Servieren & Lagern
Serviere ihn bei 8 bis 10 °C in einem kleineren Weißwein- oder Dessertweinglas. Lagere die Flasche liegend, kühl und dunkel. Sauternes kann viele Jahre reifen, das Haus ermutigt aber ausdrücklich dazu, Haut-Bergeron auch jung zu genießen.